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Apfel-Rose (Rosa villosa)

reinhard am 21.02.2018
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Apfel-Rose (Rosa villosa)

Apfel-Rose

Foto Winfried Grenzheuser

Der Strauch der Apfelrose wird bis zu zwei Meter hoch. Er wächst aufrecht und treibt kurze, meist dunkelbraune Äste. Als Flachwurzler bilden die Sträucher Ausläufer, so dass die Rose auch vegetativ Raum gewinnt und es somit zu umfangreichen Büschen kommt. Gegen Fraß ist die Apfel-Rose durch gleichartige, kräftige, aber schlanke, völlig gerade Stacheln geschützt. Lediglich die Waldhügelziegen richten sich mit ihren Vorderklauen auf und recken sich nach den nahrhaften Hagebutten, dabei plündern sie diese Sträucher bis auf zwei Meter Höhe. Auf der Unterseite der Rosenblättchen finden wir eine Vielzahl von winzig kleinen Drüsen, die jedoch nur mit der Lupe zu bewundern sind. Diesen Subfoliardrüsen, wie sie der Botaniker nennt, entströmt ein mehr oder weniger ausgeprägter intensiver Harzduft. Von Anfang Juni bis zum Juli ist die Blütenpracht dieser Rose zu erleben, kräftig rosa bis dunkelrot leuchten die Kronblätter an den Sträuchern und heben sich von ihren verwandten Rosen ab. Einzeln oder zu zwei bis drei an den Zweigen sitzend, positionieren sich die Blüten, um von Insekten wahrgenommen und angeflogen zu werden. Und wenn all dieser Aufwand der Darbietung nicht ausreicht, so hilft der liebliche und betörende Rosenduft, um die Bestäuber anzulocken.

Diese frühreifen, fleischigen und fruchtigen Butten der Apfel-Rose sind kirschrot und haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt, wodurch sie früher häufig kultiviert und zur Herstellung von Konfitüren, Kompotten oder Konserven verwendet wurden

Für das Westfälische Tiefland und die Westfälische Bucht wurde die Apfel-Rose in der Roten Liste NRW (1999) in Kategorie G3 „gefährdet“ aufgenommen. Aufgrund der inselartigen Vorkommen und der kleinen Populationen dürfte die Apfel-Rose in unserem Kreis als „stark gefährdet“ eingestuft werden.

Zuletzt geändert am: 11.12.2018 um 14:50

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