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Das hier ist keine Bundesgartenschau

manfred am 21.02.2018
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Das hier ist keine Bundesgartenschau

Keine Bundesgartenschau

Foto Sven Rapreger MV Rheine

Derzeit noch kahl: Vom höchsten Punkt hat der Besucher einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Der Hang, unter dem der Bauschutt ruht, wird in einigen Jahren von Kalk-Halbtrockenrasen besiedelt. Birgit Schumann, Manfred Bröker und Reinhard Hundrup (r.) stellten das erweiterte Naherholungsgebiet vor.

 

Rheine - Hohlwege, Taleinschnitte, Felshänge, ein atemberaubender Panoramablick von Rheines höchstem Punkt auf die Stadt – wer den Waldhügel dieser Tage besucht, der wird sich wundern. Denn die ehemalige Boden- und Bauschuttdeponie ist jetzt endgültig ein Naherholungsgebiet. Und was für eins! Insider haben den stillen Park schon immer geschätzt. Wo andernorts Gärtner die Natur in Form bringen, da darf die Natur hier selber gestalten. „Wir lassen der Natur freien Lauf. Man muss Geduld haben. Das ist hier keine Bundesgartenschau“, sagte Reinhard Hundrup am Freitag bei einem Pressetermin.

Von Reiner Wellmann

Wer sich selber davon überzeugen will, der hat am morgigen Sonntag Gelegenheit dazu. Denn die Technischen Betriebe der Stadt (TBR) übergeben das rekultivierte Gelände endgültig an die Stadt Rheine. Die ideale Gelegenheit, das Naturschutzgebiet aus zweiter Hand einmal genauer kennen zu lernen. Ab 15 Uhr bietet der Förderverein Waldhügel ab dem Eingang Catenhorner Straße/Edith-Stein-Straße Führungen unter kompetenter Leitung an.

„Von der ehemaligen Boden- und Bauschuttdeponie kann man nichts mehr erkennen“, sagte Birgit Schumann, Grünflächenplanerin bei den TBR. Und in der Tat: Wo früher die unbeliebte Brecheranlage mit großem Getöse Bauschutt in Straßenbaumaterial zerhackte, da bieten sich jetzt atemberaubende Landschaftserlebnisse. Wer genug Phantasie hat, den ergreift ein Hauch von Alpenfeeling. Einen Kilometer zusätzliche Wanderwege haben die TBR seit 2012 angelegt. Für einen Sonntags-Nachmittagsspaziergang bietet sich dem Wanderer durchaus ein wadenstrapazierendes Programm.

25 000 Kubikmeter Boden mussten eingearbeitet werden, damit aus der ehemaligen Deponie ein Naturschutzgebiet werden kann, erläutert Manfred Bröker, Bauleiter bei den TBR. Damit sich in der artenreichen Fauna und Flora keine unerwünschten Pflanzen aus Bodenaushub ansiedeln, wurde eine 50 Zentimeter dicke Dichtlage aufgebracht. Darüber liegt eine ebenfalls 50 Zentimeter dicke Drainage. Und als Abdeckung wurden wieder 50 Zentimeter Kalkschotter aufgebracht.

Von der ehemaligen Annahmestelle der Deponie führen jetzt der Weg „Seeblick“ und der Weg „Schöner Ausblick“ in das Naherholungsgebiet. Der Anblick der modellierten Kalkflächen mag im Moment noch ein wenig trist erscheinen. Aber hier wird der Kalk-Halbtrockenrasen wieder Platz finden. Zur Abgrenzung wurden standortgerecht Wildrosen, Schlehen und Weißdorn gepflanzt.

MV 11.05.2013

Zuletzt geändert am: 12.12.2018 um 12:15

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