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Müll zurück zum Absender

manfred am 10.09.2020
Themen >> Lokale Presse

Aktion des Fördervereins Waldhügel weist auf Verschmutzung durch Verpackungsmüll hin
Müll kommt zurück zum Absender

Verpackungsmüll auf einer Bank am Waldhügel:„ So etwas sehen wir leider immer wieder“, sagt Reinhard Hundrup.
Matthias Schrief
RHEINE. Seit Jahren ärgern sich die Mitglieder des Fördervereins Waldhügel darüber, dass Verpackungen der Fast-Food-Ketten und Verpackungen anderer Anbieter von den Verbrauchern achtlos in die Natur geworfen werden. Jetzt haben die Fördervereins-Mitglieder den Spieß umgedreht: Sie haben den Verpackungsmüll am Waldhügel gesammelt und dahin zurückgebracht, wo er herkommt. Adressaten waren gestern die beiden großen Schnellrestaurants McDonald’s und Burger King.
In zwei gelben Säcken haben der Fördervereinsvorsitzender Reinhard Hundrup, Fördervereins-Mitglied Peter Siegler und Christoph Wessels vom Nabu den Verpackungsmüll gestern Vormittag zu McDonalds am Kardinal-Galen-Ring und zu Burger King an der Neuenkirchener Straße gebracht. „Den Müll habe ich auf meinen Rundgängen am Waldhügel in den vergangenen fünf Tagen gesammelt. Zu Hause habe ich es nach den Firmenlogos sortiert. Man findet neben den Verpackungen der beiden großen Schnellimbiss-Ketten am Waldhügel auch anderen Verpackungsmüll, Flaschen oder anderen Unrat. Die Verpackungen von McDonald’s und Burger King machen aber schon einen großen Anteil aus“, sagte Peter Siegler. Er weiß sogar, wo am Waldhügel welcher Anbieter stärker mit Verpackungsmüll vertreten ist: „Im südlichen Bereich des Waldhügels findet man überwiegend McDonalds-Verpackungen, im westlichen Bereich Burger King-Verpackungen.“

 

         

Seit elf Jahren ist Hundrup Vorsitzender des Fördervereins Waldhügel. „In all den Jahren sorgen wir zusammen mit vielen anderen Ehrenamtlichen für Sauberkeit am Waldhügel. Aber es kann doch nicht nur die Aufgabe einiger engagierter Bürger sein, ihre Stadt sauber zu halten. Wir sehen auch die in der Pflicht, die die Verpackungen in den Umlauf bringen“, begründete Hundrup die Aktion.
Mirko Vos, kaufmännischer Leiter bei McDonald’s in Rheine, stellte sich den Argumenten der Verpackungsmüllsammler, die ihre Aktion zuvor angemeldet hatten. Bei Burger King an der Neuenkirchener Straße verwies man indes auf die Deutschland-Zentrale.
„Grundsätzlich stehen wir auf der Seite des Fördervereins. Uns ärgert es auch, wenn die Verpackungen achtlos weggeworfen werden“, sagte Vos und erinnerte daran, dass McDonald’s im Laufe der Jahre Verpackungen modifiziert und zuletzt Plastikstrohhalme durch Pappstrohhalme ersetzt habe. „Vermeiden, vermindern, verwerten“, laute die Devise bei McDonald’s. „Wir haben die Handlungsnotwendigkeit erkannt und suchen weiter nach Alternativen“, sagte Vos.
Christoph Wessels vom Nabu warb bei Vos dafür, ständig zu wiederholen, dass Verpackungsmüll nicht achtlos in die Welt geworfen wird. Nach seiner Einschätzung müssen auch die Firmen, die Verpackungen in den Umlauf bringen, Verantwortung übernehmen. Letztlich nütze nach seiner Erfahrung aber nur konsequentes Vorgehen des Gesetzgebers: „Am Ende des Tages ist es so, dass nur das gemacht wird, was gesetzlich vorgegeben wird“, sagte Wessels.
„Seit Jahren sorgen wir zusammen mit vielen anderen Ehrenamtlichen für Sauberkeit am Waldhügel. Aber es kann doch nicht nur die Aufgabe einiger engagierter Bürger sein, ihre Stadt sauber zu halten. Wir sehen auch die in der Pflicht, die die Verpackungen in den Umlauf bringen.“  Reinhard Hundrup, Vorsitzender des Fördervereins Waldhügel
Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 28.08.2020, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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Zuletzt geändert am: 10.09.2020 um 10:02

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